Fragst du dich manchmal, ob die Veränderungen in deinem Körper schon mit den Wechseljahren zu tun haben? Viele Frauen sind überrascht, wenn sie erfahren, dass die hormonelle Umstellung deutlich früher einsetzen kann, als man oft denkt. Denn entgegen dem verbreiteten Mythos beginnt diese Phase nicht erst mit dem Ausbleiben der Regelblutung, sondern schon Jahre davor – in der sogenannten Perimenopause.
Was genau bedeutet „Perimenopause“?
Die Perimenopause beschreibt die Jahre rund um die Menopause – also die Zeit vor der letzten Periode und etwa ein Jahr danach. Das Wort „peri“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet „drum herum“. Man kann also sagen: Die Perimenopause ist die eigentliche Zeit des Übergangs, die wir im Alltag meist als „Wechseljahre“ bezeichnen.
In dieser Phase wandelt sich der weibliche Körper von der fruchtbaren Zeit in die hormonell stabilere Phase nach der Menopause. Der Prozess kann mehrere Jahre dauern – manchmal sogar ein Jahrzehnt – und bringt ganz unterschiedliche Symptome mit sich, sowohl körperlich als auch seelisch.
Aus wissenschaftlicher Sicht spielen die Hormone dabei die Hauptrolle. Östrogen und Progesteron schwanken, sinken unregelmäßig ab und sorgen damit für spürbare Veränderungen (Burger, 2008). Deshalb fühlt sich diese Zeit für viele Frauen so wechselhaft an – mal voller Energie, mal unruhig und herausfordernd.
Kann man testen, ob man in der Perimenopause ist?
Viele Frauen stellen sich die Frage: „Woran erkenne ich, ob ich bereits in den Wechseljahren bin?“ Am liebsten würden sie einfach einen Bluttest bei der Gynäkologin machen lassen. Doch gerade in der frühen Perimenopause sind solche Tests oft wenig aussagekräftig. Die Hormonwerte schwanken nämlich stark von Zyklus zu Zyklus – so kann ein einziger Wert schnell in die Irre führen.
Die Frauenärztin Karin Schädig weist darauf hin, dass Bluttests in dieser Phase daher häufig ein falsches Bild vermitteln: Es scheint alles „normal“, obwohl die hormonellen Veränderungen längst begonnen haben.
Zyklusveränderungen als Schlüssel
Aufschlussreicher als ein Blutwert ist es, den Zyklus genau zu beobachten. Die Frage lautet: Läuft er noch regelmäßig wie ein Uhrwerk zwischen 26 und 28 Tagen? Oder verkürzt er sich plötzlich auf 25 Tage – oder zieht sich über 30 Tage hinaus? Solche Schwankungen sind oft die ersten Hinweise darauf, dass die Perimenopause eingesetzt hat.
Gerade am Anfang dieser Phase wird der Zyklus häufig kürzer, bevor er unregelmäßiger und schwächer wird. Ein Zyklus-Tracking ist deshalb eine wertvolle Orientierungshilfe. Praktisch ist ein einfaches Heft, in dem du Länge, Intensität und Begleitsymptome notieren kannst – wie zum Beispiel dieses Periodentracker Tagebuch.
Frühe Anzeichen: Schlafstörungen und Unruhe
Ein weiteres häufiges Symptom zu Beginn: Schlafstörungen. Viele Frauen berichten, dass sie plötzlich mitten in der Nacht aufwachen und nicht wieder einschlafen können. Lange Zeit ging man davon aus, dass dies vor allem am sinkenden Progesteron liegt. Inzwischen weiß man jedoch, dass diese Theorie nicht trägt. Wahrscheinlicher ist, dass Veränderungen im follikelstimulierenden Hormon (FSH) für die Schlafprobleme verantwortlich sind (Freeman, 2014).
Typische Symptome in der Perimenopause
Die Liste der möglichen Beschwerden ist lang – und nicht jede Frau erlebt sie alle. Aber viele der folgenden Symptome können ein Hinweis darauf sein, dass dein Körper sich im hormonellen Übergang befindet:
- Zyklusblutungen, die stärker oder länger werden
- Häufigere Migräne, Kopfschmerzen oder Schwindel
- Verstärktes PMS: Brustspannen, Blähbauch, Wassereinlagerungen, Gereiztheit oder Traurigkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten und Vergesslichkeit
- Erhöhte Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Stimmungsschwankungen oder Dünnhäutigkeit
- Angstzustände, innere Unruhe oder Panikattacken
- Depressive Verstimmungen (vor allem bei Frauen mit entsprechender Vorgeschichte)
- Herzrasen oder Herzstolpern
- Zunehmendes Körpergewicht, v. a. am Bauch
- Haarausfall oder brüchige Haare
- Gelenk- und Muskelschmerzen
Natürlich können diese Beschwerden auch andere Ursachen haben. Aber wenn sie neu auftreten und du Ende 30 oder Anfang 40 bist, spricht vieles dafür, dass die Wechseljahre begonnen haben.
Und die typischen Hitzewallungen?
Die bekannten Hitzewallungen – mit oder ohne Schweißausbrüche – treten meist etwas später auf, also in der fortgeschrittenen Perimenopause oder erst in der Postmenopause. Ursache ist dann der endgültige Östrogenmangel, der auch mit vaginaler Trockenheit einhergehen kann.
In dieser Phase können bereits bestehende Symptome wie Schlafstörungen, Gelenkschmerzen oder gedrückte Stimmung fortbestehen und sich verstärken. Beschwerden, die das Denken und Erinnern betreffen, rücken dann oft in den Hintergrund, während körperliche Symptome dominanter werden.
Selbstfürsorge in den Wechseljahren
Gerade in dieser Zeit darfst du dich neu erfinden und gut für dich sorgen. Hier ein paar Impulse:
- Schlafrituale etablieren: Abends Bildschirme meiden, eine Tasse Kräutertee trinken (z. B. Salus-Tee für die Wechseljahre).
- Entspannung: Atemübungen, Meditation oder Journaling können deinen Geist beruhigen. Lies in den verlinkten Artikeln gerne weiter.
- Wissen stärkt: Ein warmes, informatives Buch wie Hot Stuff: Alles über die Wechseljahre schenkt dir Orientierung und Inspiration.
Produkte im Überblick
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Fazit und Einladung
Grundsätzlich gilt: Die Wechseljahrsymptome sind sehr vielfältig und sehr individuell. Manchen Frauen leiden unter einen ganzen Bandbreite an Beschwerden, andere nur an einigen wenigen. Insgesamt sind Frauen am Meisten von Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, und Konzentrationsproblemen während der Perimenopause betroffen.
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Literatur
- Burger, H. G. (2008). The menopausal transition—Endocrinology. Journal of Sex Research, 45(3), 269–280.
- Freeman, E. W. (2014). Associations of hormones and menopausal status with sleep in women. Sleep Medicine Reviews, 18(2), 127–136.
- Lovejoy, J. C. (2009). Weight gain in women at midlife: The influence of menopause. Obstetrics and Gynecology Clinics, 36(2), 297–306.
- WHO (2020). Ageing and health: Menopause. World Health Organization.
- Dr. Katrin Schaudrig (2025): Hot stuff. Wechseljahre Wissen to go. dtv. München











